Gesundes Führen

Teilnehmerkreis m/w:
Führungskräfte aus den Organisationen

Das Thema:
Für die tatsächliche Umsetzung des BGM in der Organisation ist es unabdingbar, dass die Führungskräfte einbezogen werden und beim Thema Gesundheit aktiv mitwirken. Nur so kann Gesundheit im Alltag tatsächlich unterstützt werden. Und dies ohne ein Extra zu sein, sondern integriert in den Führungsalltag.

Die Führungskräfte nutzen ihren eigenen Spielraum in drei Umsetzungsfeldern:

  1. Vorbildverhalten im Umgang mit der eigenen Gesundheit
  2. Forcieren gesunder Arbeitsbedingungen, insbesondere Prioritätensetzung
  3. Wertschätzender und aufmerksamer Umgang mit den Mitarbeitern über das Gespräch

Im Rahmen der Veranstaltung erhalten Sie einen Überblick zum Zusammenhang Führung-Gesundheit-Leistung und erproben konkrete Werkzeuge für die drei Umsetzungsfelder.

Seminarziele:

  • Überblick zum Zusammenhang Führung-Gesundheit-Leistung erhalten
  • Zur Fürsorge für die eigene Gesundheit und die der MA sensibilisieren
  • Werkzeuge für Rollenklarheit, Konsequenz und Präsenz auch in Bezug auf das Thema Gesundheit kennenlernen und erproben
  • Professionelle Gesprächsführung mit Mitarbeitern zu gesundheitsbezogenen Themen

Inhalt:

Einführung und eigene Gesundheit

  • Agenda, Gesundes Führen, Vorstellung Erfahrungen und Fragen der Teilnehmenden
  • Selbsteinschätzung Fk zum Umgang mit der eigenen Gesundheit (HoL-Instrument nach Franke und Felfe)
  • Kurzinput Stress, eigene Frühwarnzeigen, eigene Sofortmaßnahmen
  • Umgang mit den kreisenden Gedanken (abschalten, Stopp-technik, Umbewertung, Kollegiale Fallberatung,…)

 Arbeitsbelastungen: Zeitdruck und Unterbrechungen

  • Arbeitssituationsanalyse zu den häufigsten Arbeitsbelastungen
  • Prioritätensetzung – Experiment dazu
  • 80-20-Regel und A-B-C-D-Prioritäten
  • Bewusste Transparenz für Kriterien der Prioritätensetzung
  • Stärkung der B-Aktivitäten
  • Wirkung von Unterbrechungen und Maßnahmen zur Reduzierung der Unterbrechungen

 

Gesundes Führen im engeren Sinne

  • Bestandteile nach Matyssek (Wertschätzung, Interesse, Einbeziehung, Transparenz, Teamklima, Ressourcenaufbau) und ihre praktische Umsetzung, Selbsteinschätzung der Umsetzung, Klärung von Fragen
  • Ressourcen stärken (soziale Unterstützung, Selbstbestimmung, strukturelle Unterstützung, Erfolgserlebnisse), dazu Kraftradübung umsetzen für sich und seine MA
  • Rollenklarheit leben (klare Zuständigkeit, Berechtigung, Fachkompetenz und Motivation)
  • Konsequenz leben (jenseits disziplinarischer Eingriffe, Gesprächsmöglichkeiten für Konsequenzen nutzen)
  • Präsenz bei unwilligen Äußerungen und Killerphrasen zeigen (zweibeiniger Umgang durch Kombination mit Unterstützung und Fragen)
  • Bearbeitung Fallbeispiele TN

Gespräche führen zum Thema Gesundheit (2. Tag)

  • Themensammlung:
    • z.B. überlasteter MA soll Aufgaben abgeben, Überstunden reduzieren, andere Prioritäten setzen, gesundheitsschädigendes Verhalten (Verzicht auf Pausen, zu viel sitzen, …) ablegen 
    • z.B. unterforderter MA soll sich mehr engagieren, Erfahrungen weitergeben, verlässlicher für das Team sein, ….
    • Z.B. psychisch erkrankter MA soll sich professionelle Hilfe holen
    • ….
  • Vorbereitung der Fallbeispiele (Ziele, Argumente, Varianten, innere Klarheit, Gesprächsleitfaden)
  • Umsetzung mit Videofeedback
  • Instrumente der Gesprächsführung: Ebenen und Phasen, Konflikte und Katastrophen, Umgang mit emotionalen Reaktionen, aktives Zuhören und aktives Überhören, Umgang mit unerwarteten Situationen, Konstruktive Fragen, offene Fragen, Grenzsetzung, …

 

Methoden
Expertenvortrag, Diskussion, Einzelarbeit, Kleingruppenarbeit

Termin / Ort:
Auf Anfrage oder als Inhouse-Seminar


Inhouse-Anfrage